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Blaupausen und Parameter in Grundschutz++

Grundschutz++ Blaupausen sind vorgefertigte Anforderungskataloge für bestimmte Anwendungsszenarien, in denen die Parameter der Anforderungen schon festgelegt sind; Parameter sind die offenen Stellen in einer Anforderung, etwa „regelmäßig“, die Sie für Ihre Institution konkretisieren. Beides beschreibt BSI-Standard 300-1 in den Kapiteln 3.3 und 3.5. Diese Seite zeigt, was davon am 1. November 2026 tatsächlich veröffentlicht ist, wie Sie Herkunft und Status eines Katalogs prüfen, bevor Sie ihn als Blaupause verwenden, und wie ein Parametrierungsprotokoll aussieht, mit dem Sie jede Festlegung später belegen können.

Dunkelblaue Blaupause mit einem weißen Grundriss auf einem Zeichentisch aus Eiche, darauf drei Stechzirkel aus Messing mit unterschiedlich weit geöffneten Schenkeln, ein Stahllineal und zwei Messinggewichte, im Hintergrund ein Fenster mit Bäumen

Was 300-1 unter Blaupause und Parameter versteht

Kapitel 3.3 definiert: „Eine Blaupause ist ein vorgefertigter Katalog von Anforderungen.“ Anders als der Anwenderkatalog ist sie auf bestimmte Anwendungsszenarien zugeschnitten und trifft eine Vorauswahl von Anforderungen; zusätzlich gibt sie die Parameter vor. Für die Arbeit mit Blaupausen legt der Standard vier Regeln fest:

  • Zuordnung zu einzelnen Assets oder Asset-Gruppen ist möglich; zu dokumentieren sind laut Kap. 3.3 „Die Auswahl (inkl. Version), Zuordnung und gegebenenfalls vorgenommene Anpassung der Blaupausen“.
  • Deckt eine Blaupause den Sachverhalt nicht vollständig ab, ergänzen Sie sie durch weitere Blaupausen oder eigene Anforderungen.
  • Ändert sich der Informationsverbund oder das Angebot an Blaupausen, prüfen Sie die Auswahl erneut.
  • Für bestimmte Institutionen kann es verpflichtende Blaupausen geben; sonst ist eine individuelle Auswahl zu prüfen. Aus mehreren Blaupausen erstellt die Institution ihr eigenes Anforderungspaket.

Parameter erklärt Kapitel 3.5 als „variabel gestaltbare Elemente innerhalb einer Anforderung“, die Auditoren und Anwendern Spielräume aufzeigen und für automatisierte Prüfungen genutzt werden können. Sie werden bei oder nach der Erstellung des Anforderungspakets konkretisiert. Kapitel 3.4 regelt den Vorrang: Die Institution legt die Parameter fest, „sofern keine festgeschriebenen Parameter (z. B. durch eine Blaupause) vorliegen“. Im Anwenderkatalog steht dazu die Methodik-Anforderung STM.5.1 „Setzen von Parametern“: Die Strukturmodellierung MUSS bei Anforderungen mit Parametern konkrete Werte zuweisen.

Was am 1. November 2026 veröffentlicht ist

Wir haben die Stand-der-Technik-Bibliothek des BSI im Stand von Commit c3f37859 (30.10.2026) durchgesehen. Das Wort „Blaupause“ steht dort nur in der Beschreibung der Praktik Strukturmodellierung (STM): „Blaupausen unterstützen die Filterung der Anforderungen.“ Keine Datei ist als Blaupause bezeichnet, keine als verpflichtend. Die Tabelle zeigt die Kandidaten und ihren Status nach den Angaben der Dateien selbst und unserer Auszählung.

Artefakt im RepositoryHerausgeber und Stand laut MetadatenInhalt (eigene Auszählung)ParameterStatus als Blaupause
Anwenderkatalog Grundschutz++ (control_layer/Grundschutz++/)BSI; Version und Build 29.10.20261.000 Anforderungen in 20 Praktiken224 Parameter in 211 Anforderungen; im Profil festgeschrieben sind zwei Werte: GC.1.1 „BSI Grundschutz++“ und ein Parameter von NOT.1.1.4 „BSI-Standard 200-4“Keine Blaupause: 300-1 grenzt Blaupausen ausdrücklich vom Anwenderkatalog ab
„Stand der Technik WLAN“ (control_layer/WLAN/)BSI, Referat Stand der Technik; Version 29.10.202648 Anforderungen in sechs Gruppen von „Planung und Bestand“ bis „Betriebsumgebung und Sensibilisierung“; 37 mit Sicherheitsniveau normal-SdT, 11 erhöht; alle 48 Kennungen stehen auch im AnwenderkatalogDrei Werte gesetzt: ARCH.2.6 „kontinuierlich“, ARCH.3.4 „WPA3“, DET.4.19 „Wireless Intrusion Detection System (WIDS)“; Umsetzungshinweise (guidance) aller 48 Anforderungen ersetztErfüllt die Merkmale aus Kap. 3.3 (Szenario, Vorauswahl, vorgegebene Parameter); als Blaupause bezeichnet ist er nicht
„Supply Chain Security“ (control_layer/Lieferkettensicherheit/)BSI, Referat Stand der Technik; Version 29.10.2026; Beschreibung „Anforderungskatalog Lieferkettensicherheit“146 Anforderungen aus ASST, BES, DLS, GEB, NOT, KONF und DEV; 105 normal-SdT, 41 erhöht; alle Kennungen im AnwenderkatalogKeine Werte gesetzt; 24 Anforderungen mit offenen ParameternThematische Vorauswahl ohne vorgegebene Parameter; erfüllt das Merkmal „Parameter vorgegeben“ aus Kap. 3.3 damit nicht
„BSI Anforderungen zum Risikomanagement“ (control_layer/Risikomanagement/)BSI, Referat Stand der Technik; Version 22.10.202610 Anforderungen der Praktik RISK, alle normal-SdT; sechs Kennungen (RISK.1.2, RISK.1.4, RISK.1.6 bis RISK.1.9) stehen nicht im Anwenderkatalog vom 29.10.2026ein offener Parameter (RISK.1.1), keine Werte gesetztKeine Blaupause: thematischer Katalog ohne Anwendungsszenario und ohne vorgegebene Parameter; das Profil des Anwenderkatalogs übernimmt daraus nur RISK.1.1, RISK.1.3, RISK.1.5 und RISK.1.10
Entwurf Mindeststandard TLS (control_layer/Mindeststandard-TLS/)laut Dateiname Entwurfnicht ausgewertetnicht ausgewertetEntwurf, nicht für das Anforderungspaket
Komponentendefinitionen (implementation_layer/, etwa Passwortrichtlinie, Netzarchitektur, Keycloak)BSIBeschreibungen, wie eine Implementierung Anforderungen umsetzen kannnicht ausgewertetKeine Blaupause: Das README nennt sie Referenzen, die „nicht das Handeln der für die Informationssicherheit verantwortlichen Stelle“ ersetzen

Methodik-Katalog (control_layer/Grundschutz++/sources/catalogs/), Kernel (control_layer/Kernel/) und Risikomanagement-Katalog (control_layer/Risikomanagement/) sind die Quellkataloge, aus denen das Profil den Anwenderkatalog zusammensetzt.

Die Folgerung für Ihr Paket: Eine Blaupause im Sinne von 300-1 mit Verbindlichkeit gibt es im ausgewerteten Stand nicht, und welche Institutionen künftig verpflichtende Blaupausen anwenden müssen, sagen die hier ausgewerteten Quellen nicht. Den WLAN-Katalog können Sie als Vorlage für WLAN-Assets nutzen. Dann dokumentieren Sie ihn wie eine Blaupause, mit Version, Zuordnung und Anpassungen, und halten fest, dass das BSI ihn nicht als Blaupause bezeichnet. Wie sich das Repository insgesamt gliedert, zeigt Anwenderkatalog Grundschutz++.

Schema der Paketbildung: Links der Anwenderkatalog mit 1.000 Anforderungen und offenen Parametern, daneben zwei kleinere Kataloge, WLAN mit 48 Anforderungen und drei gesetzten Parametern sowie Lieferkettensicherheit mit 146 Anforderungen ohne gesetzte Parameter. Pfeile führen über die Zuordnung zu Assets in das Anforderungspaket der Institution. Am Paket ein Protokollblatt mit den Spalten Parameter, Wert, Herkunft, Begründung, Entscheidung. Ein Hinweisfeld: „Als Blaupause bezeichnet: keine Datei, Stand Commit c3f37859“.
Vom Katalog zum parametrierten Anforderungspaket nach BSI-Standard 300-1, Kap. 3.3 bis 3.5; Zahlen eigene Auszählung, Stand-der-Technik-Bibliothek Commit c3f37859 vom 30.10.2026. Eigene Darstellung.

Prüfliste: Herkunft und Status eines Katalogs vor der Verwendung

Bevor ein Katalog als Blaupause in Ihr Paket geht, beantworten Sie diese Fragen schriftlich. Die Antworten gehören in die Dokumentation, die Kapitel 3.3 verlangt.

PrüffrageWo Sie nachsehenBeispiel WLAN (Commit c3f37859)
Wer gibt den Katalog heraus?Metadaten parties und responsible-partiesBSI, Referat Stand der Technik
Welche Version, welcher Stand?Metadaten version und last-modified, dazu der CommitVersion 2026-10-29T08:05:59, Commit c3f37859
Ist er als Entwurf oder als verpflichtend gekennzeichnet?Dateiname, Metadaten, Begleittextekeine Kennzeichnung
Wofür gilt er, wofür nicht?Metadaten remarksprofessionell betriebene WLAN-Infrastrukturen; private Heimnetze und öffentliche Mobilfunknetze ausgeschlossen
Aus welchen Quellen werden Anforderungen übernommen?Profil: imports und back-matter48 Anforderungen aus der Kernel-Datei des Repositorys; als Referenz zusätzlich eine Kernel-Fassung vom 13.08.2026 und Normen wie IEEE 802.11-2024 genannt
Welche Parameter sind festgeschrieben?Profil: modify.set-parametersdrei (ARCH.2.6, ARCH.3.4, DET.4.19)
Was wurde am Anforderungstext geändert?Profil: modify.altersAnforderungstexte unverändert; Umsetzungshinweise aller 48 Anforderungen ersetzt
Passen die Kennungen zum Anwenderkatalog, den Sie verwenden?Abgleich der Kennungen gegen den Build Ihres Paketsalle 48 im Build vom 29.10.2026 enthalten
Unter welcher Lizenz?RepositoryCC BY-SA 4.0

Fällt eine Antwort unklar aus, verwenden Sie den Katalog nur als Arbeitshilfe und legen die Parameter selbst fest. Dann gilt für sie dasselbe wie für jeden anderen eigenen Wert: begründen und protokollieren.

Welche Parameter der Anwenderkatalog enthält

Im Build vom 29. Oktober 2026 haben 211 der 1.000 Anforderungen zusammen 224 Parameter (eigene Auszählung über alle Ebenen). Jeder Parameter hat eine Bezeichnung, die im Anforderungstext an seiner Stelle steht. Werte enthält der Katalog nur bei den zwei oben genannten Parametern; alle übrigen legen Sie fest.

Am häufigsten ist „regelmäßig“ mit 68 Vorkommen; sieben weitere Bezeichnungen enthalten das Wort, je einmal, etwa „regelmäßige“, „regelmäßig oder bei Änderungen“ und „regelmäßig oder prädiktiv“. Es folgen „zuständigen Personen oder Rollen“ (16), „eine zuständige Person oder Rolle“ (13), „einem anerkannten Standard“ (13), „Schwellwerten“ (13), „Kriterien“ (12) und „einen automatisierten Mechanismus“ (12). Daraus ergeben sich vier Arten von Festlegungen: Turnus, Zuständigkeit, Bezugsstandard und Schwelle oder Kriterium. Jede Art braucht eine andere Begründung. Ein Turnus richtet sich nach Änderungshäufigkeit und Schutzbedarf, eine Zuständigkeit nach Ihrer Sicherheitsorganisation, ein Bezugsstandard nach einer zitierbaren Quelle mit Version.

Parameter sind auch Prüfmaßstab. 300-1 sagt, sie zeigen Auditoren Spielräume auf (Kap. 3.5). Ein Auditor prüft also, ob Sie den festgelegten Wert einhalten, und kann fragen, warum Sie ihn so gewählt haben. Ein Wert ohne Begründung lässt sich in dieser Situation schwer verteidigen.

Parametrierungsprotokoll mit Beispielzeilen

Das Protokoll ist eine Tabelle mit einer Zeile je Parameter im Paket. Kennzeichnung: Anforderung, Parameter-Kennung, Bezeichnung und die Werte aus Anwenderkatalog und WLAN-Katalog stammen aus der Stand-der-Technik-Bibliothek (Commit c3f37859). Alle Werte in der Spalte „Festgelegt“ ohne Herkunft „Katalog“ oder „WLAN-Katalog“ sind eigene, fiktive Beispiele und keine Empfehlung des BSI.

Anforderung (Auszug)Parameter: Bezeichnung im KatalogFestgelegtHerkunftBegründungEntschieden von, amNächste Prüfung
GC.1.1 Verfahren zur Errichtung eines ISMS nach [Parameter] verankern (MUSS)gc.1.1-prm1: „BSI Grundschutz++“BSI Grundschutz++Katalog (Profil)vom Profil festgeschriebenübernommen, ISB, 15.12.2026bei neuem Build
NOT.1.1.4 BCMS nach [Parameter] verankern (KANN, erhöht)not.1.1.4-prm2: „BSI-Standard 200-4“BSI-Standard 200-4Katalog (Profil)vom Profil festgeschrieben; Anforderung optionalübernommen, ISB, 15.12.2026bei neuem Build
UMS.1.1 Umsetzungsstatus vollständig [Parameter] überprüfen (MUSS)ums.1.1-prm1: „regelmäßig“vierteljährlicheigenes Beispielpasst zum Berichtsrhythmus an die LeitungInstitutionsleitung, 15.12.2026Managementbewertung
PERF.4.2 Institutionsleitung [Parameter] anhand des Managementberichts informieren (MUSS)perf.4.2-prm1: „regelmäßig“halbjährlich, zusätzlich anlassbezogeneigenes Beispielzwei Sitzungstermine der Leitung im JahrInstitutionsleitung, 15.12.2026Managementbewertung
GC.9.1.1.1 Zuständigkeit für Informationssicherheit [Parameter], unmittelbar der Institutionsleitung unterstellt, zuweisen (MUSS)gc.9.1.1.1-prm1: „einer unabhängigen Person“Stelle ISB in der Stabsstelle der Geschäftsführung, ohne Linienverantwortung für den IT-Betriebeigenes BeispielVermeidung des Konflikts IT-Leitung und ISB (300-1, Kap. 2.8)Institutionsleitung, 15.12.2026bei Organisationsänderung
UMS.5.1 Ausnahmegenehmigungen durch [Parameter] autorisieren (MUSS)ums.5.1-prm1: „eine zuständige Person oder Rolle“Institutionsleitungeigenes Beispielgleiche Stelle wie für Ausnahmen nach Anhang 3, Kriterium 27Institutionsleitung, 15.12.2026jährlich
GC.10.1.2 Beteiligung [Parameter] bei sicherheitsrelevanten Projekten verankern (MUSS)gc.10.1.2-prm1: „der relevanten Sicherheitsorgane“ISB bei Projektstart und vor Inbetriebnahme; DSB bei Verarbeitung personenbezogener Dateneigenes Beispiel300-1, Kap. 2.8: festlegen, wann der ISB beteiligt wirdISB, 15.12.2026jährlich
NOT.4.16.1 Wiederherstellung anhand repräsentativer Stichproben [Parameter] überprüfen (SOLLTE)not.4.16.1-prm1: „regelmäßig“halbjährlich je Datenbestand mit Schutzbedarf hoch, jährlich sonsteigenes BeispielAbstufung nach Schutzbedarf der GeschäftsprozesseIT-Betrieb mit ISB, 15.12.2026nach jedem Test
ARCH.3.4 Netzanbindung [Parameter] verschlüsseln (SOLLTE, WLANs)arch.3.4-prm1: „nach einem anerkannten Standard“WPA3WLAN-Katalog, Version 2026-10-29WLAN-Katalog für alle WLAN-Assets übernommenISB, 15.12.2026bei neuer Version des WLAN-Katalogs
ARCH.2.6 Einhaltung der Netzarchitektur [Parameter] überprüfen (SOLLTE, Netze)arch.2.6-prm1: „regelmäßig“kontinuierlich für WLAN-Netze; monatlich für die übrigen NetzeWLAN-Katalog für WLAN-Netze; eigenes Beispiel für die übrigenzwei Werte für zwei Asset-Gruppen, Zuordnung im Paket vermerktISB, 15.12.2026bei neuer Version des WLAN-Katalogs

Drei Hinweise zum Ausfüllen. Erstens: Gilt eine Anforderung für mehrere Asset-Gruppen mit unterschiedlichen Werten wie bei ARCH.2.6, schreiben Sie je Gruppe eine Zeile oder vermerken die Zuordnung ausdrücklich. Zweitens: „Entschieden von“ ist keine Formalie. Werte, die Ressourcen binden oder Zuständigkeiten festlegen, gehören nach 300-1, Kap. 2.10 und 4.4, vor die Institutionsleitung. Drittens: Verweist ein Parameter auf einen Standard, nennen Sie Titel und Fassung, damit eine spätere Prüfung den Wert nachvollziehen kann.

Blaupausen und Parameter im Betrieb pflegen

Beide Festlegungen veralten. 300-1 verlangt, die Auswahl der Blaupausen bei Änderungen des Informationsverbunds oder der verfügbaren Blaupausen zu überprüfen (Kap. 3.3), und nennt Anpassungen an verwendeten Blaupausen und an den Anforderungen der Stand-der-Technik-Bibliothek als Gegenstand der regelmäßigen Validierung (Kap. 5.5). Die Methodik-Anforderung PERF.1.3 verlangt, die Aktualität der Anforderungen mit dem Parameter „regelmäßig“ zu überprüfen; auch diesen Wert legen Sie selbst fest.

Praktisch heißt das: Notieren Sie im Protokoll zu jedem übernommenen Katalog den Commit. Erscheint ein neuer Build, vergleichen Sie die gesetzten Werte und die Kennungen und vermerken das Ergebnis, auch wenn sich nichts ändert. Wie Validierung und Neubewertung in den Jahreslauf passen, zeigt die Seite Grundschutz im Betrieb.

Wie aus Assets und Zielobjektkategorien überhaupt ein Paket entsteht, beschreibt die Seite Modellierung und Zielobjektkategorien; das durchgerechnete Beispiel dort zeigt die Vererbung, diese Seite die Konkretisierung danach.

Weiter: Grundschutz im Betrieb · Modellierung und Zielobjektkategorien · Fallbeispiel: Anforderungsanalyse. Blaupausenwahl und Parametrierung sind Teil der Umsetzung, bei der Blackfort Technology unterstützt, siehe Umsetzung und Migration.

Häufige Fragen

Was sind Blaupausen in Grundschutz++?
Nach BSI-Standard 300-1, Kap. 3.3, vorgefertigte Kataloge von Anforderungen für bestimmte Anwendungsszenarien, die eine Vorauswahl treffen und die Parameter vorgeben. Für bestimmte Institutionen kann es verpflichtende Blaupausen geben.
Gibt es schon verpflichtende Blaupausen?
In der Stand-der-Technik-Bibliothek des BSI (Commit c3f37859 vom 30.10.2026) ist keine Datei als Blaupause oder als verpflichtend gekennzeichnet. Mit dem WLAN-Katalog liegt ein Katalog vor, der die Merkmale aus Kap. 3.3 erfüllt; das BSI bezeichnet ihn aber nicht als Blaupause.
Wer legt die Parameter fest?
Die Institution, bei oder nach der Erstellung des Anforderungspakets (300-1, Kap. 3.4 und 3.5), soweit keine Blaupause sie festschreibt. Die Methodik-Anforderung STM.5.1 verlangt, allen Parametern konkrete Werte zuzuweisen. Werte, die Ressourcen oder Zuständigkeiten betreffen, sollten Sie der Institutionsleitung vorlegen.
Was bedeutet „regelmäßig“ in Grundschutz++?
„Regelmäßig“ ist ein Parameter. Der Katalog gibt keinen Turnus vor; Sie legen ihn je Anforderung fest und begründen ihn. Im Build vom 29.10.2026 kommt die Bezeichnung „regelmäßig“ bei 68 Parametern vor.

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Quellen

Zitate aus BSI-Standards und BSI-Webseiten sind © Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und wortgetreu, in Anführungszeichen und mit Quellennachweis wiedergegeben. Unabhängiges Angebot, kein Angebot des BSI.

Stand
01.11.2026
Fachlich geprüft am
01.11.2026
Katalogstand
Grundschutz++ Anwenderkatalog, Build 2026-10-29; WLAN und Lieferkettensicherheit Version 2026-10-29 (alle Commit c3f37859)

Lizenzhinweis

Diese Seite enthält Auszüge aus Katalogdaten des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), lizenziert unter CC BY-SA 4.0. Die Auszüge stehen unter derselben Lizenz. Die Lizenz gilt nur für diese Katalogauszüge; Zitate aus BSI-Standards sind © BSI und als Zitat mit Quellennachweis wiedergegeben.

Diese Inhalte dienen der allgemeinen technischen und organisatorischen Information zu IT-Grundschutz und Grundschutz++ und stellen keine Rechtsberatung dar (keine Rechtsdienstleistung i. S. d. RDG). Sie ersetzen weder die Prüfung durch eine Auditorin oder einen Auditor noch eine Entscheidung der Zertifizierungsstelle.